Biodiversität zwischen Wasser und Land: Ein empfindliches Gleichgewicht

Biodiversität zwischen Wasser und Land: Ein empfindliches Gleichgewicht

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: Lebensräume & Ökosysteme

Zusammenfassung: bergangsbereiche zwischen Wasser und Land, wie Feuchtgebiete, sind biodiversitätsreiche Lebensräume, die wichtige ökologische Funktionen erfüllen und für Mensch und Natur von großer Bedeutung sind. Ihr Erhalt ist entscheidend zur Sicherung ökologischer Dienstleistungen sowie wirtschaftlicher Ressourcen.

Bedeutung der Biodiversität an Übergangsbereichen

Übergangsbereiche zwischen Wasser und Land, wie Feuchtgebiete, Auen und Moore, sind Hotspots der Biodiversität. Diese Zonen bieten Lebensräume für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten, die sich an die spezifischen Bedingungen dieser einzigartigen Ökosysteme angepasst haben. Ihre Bedeutung ist sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich und sozial von großer Relevanz.

Ein zentraler Aspekt der Biodiversität in diesen Übergangsbereichen ist die artenreiche Flora und Fauna. Viele Spezies sind auf die spezifischen Bedingungen von Feuchtgebieten angewiesen, wie zum Beispiel wechselnde Wasserstände und eine hohe Nährstoffverfügbarkeit. Diese Lebensräume unterstützen unter anderem:

  • Vogelarten, die zum Nisten und Brüten auf Feuchtgebiete angewiesen sind.
  • Amphibien, die sowohl aquatische als auch terrestrische Lebensphasen durchlaufen.
  • Fischarten, die ihre Fortpflanzungsgebiete in den Uferzonen finden.

Zusätzlich fungieren Übergangsbereiche als ökologische Puffer. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Wasserqualität und -menge. Durch die Filterung von Nährstoffen und Schadstoffen tragen diese Zonen zur Ressourcensicherung bei. Sie helfen, Überschwemmungen zu mildern und bieten Schutz vor Erosion.

Die Biodiversität in Übergangsbereichen ist jedoch nicht nur für die Natur wichtig. Sie hat auch wirtschaftliche und soziale Auswirkungen. Viele Gemeinschaften sind auf die Ressourcen dieser Ökosysteme angewiesen, sei es für Fischerei, Landwirtschaft oder Tourismus. Ein Verlust an Biodiversität könnte daher nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Folgen haben.

Insgesamt zeigt sich, dass die Biodiversität an Übergangsbereichen ein empfindliches Gleichgewicht darstellt, das sowohl für die Umwelt als auch für den Menschen von großer Bedeutung ist. Der Erhalt dieser Lebensräume ist essenziell, um die vielfältigen ökologischen Funktionen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Vorteile zu sichern.

Lebensräume zwischen Wasser und Land

Lebensräume zwischen Wasser und Land sind von entscheidender Bedeutung für die Biodiversität und bieten eine Vielzahl von ökologischen Funktionen. Diese Übergangsbereiche sind nicht nur reich an Artenvielfalt, sondern auch entscheidend für die Stabilität der gesamten Ökosysteme.

Zu den wichtigsten Lebensräumen zählen:

  • Feuchtgebiete: Diese Gebiete sind gekennzeichnet durch ständige oder saisonale Überflutung. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten und spielen eine zentrale Rolle bei der Wasserregulierung.
  • Auen: Auenlandschaften sind dynamische Lebensräume, die regelmäßig von Hochwasserereignissen beeinflusst werden. Sie sind wichtig für die Fortpflanzung vieler Fischarten und bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Vogelarten.
  • Moore: Moore sind spezielle Feuchtgebiete, die sich durch eine hohe organische Substanz und Wasseransammlungen auszeichnen. Sie fungieren als Kohlenstoffsenken und tragen zur Regulierung des Klimas bei.
  • Uferzonen: Diese Zonen sind die Schnittstelle zwischen Wasser und Land und bieten Lebensraum für viele Pflanzen, die an die wechselnden Bedingungen angepasst sind. Sie sind auch wichtige Brutgebiete für Vögel.

Die Biodiversität in diesen Lebensräumen ist nicht nur für die Arten selbst wichtig, sondern hat auch weitreichende Auswirkungen auf die menschliche Gesellschaft. Die ökologischen Dienstleistungen, die von diesen Lebensräumen bereitgestellt werden, umfassen:

  • Wasserfilterung: Feuchtgebiete und Moore tragen zur Reinigung von Wasser bei, indem sie Nährstoffe und Schadstoffe aus dem Wasser filtern.
  • Kohlenstoffspeicherung: Moore und Feuchtgebiete sind wichtige Kohlenstoffsenken, die zur Minderung des Klimawandels beitragen.
  • Erholung und Tourismus: Diese Lebensräume bieten Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten und tragen zur lokalen Wirtschaft bei.

Insgesamt sind die Lebensräume zwischen Wasser und Land ein empfindliches Gleichgewicht, das sowohl Schutz als auch nachhaltige Nutzung erfordert. Ihre Erhaltung ist entscheidend für die Biodiversität und die ökologischen Funktionen, die sie bereitstellen.

Vor- und Nachteile der Biodiversität in Übergangsbereichen

Aspekt Vorteile Nachteile
Ökologische Funktionen Regulierung von Wasserqualität und -menge, Schutz vor Erosion Empfindlichkeit gegenüber klimatischen Veränderungen
Lebensräume Vielfalt an Lebensräumen für spezialisierte Arten Habitatverlust durch menschliche Aktivitäten
Wirtschaftliche Bedeutung Ressourcennutzung für Fischerei und Landwirtschaft Übernutzung kann zu Biodiversitätsverlust führen
Soziale Aspekte Erholungs- und Tourismusschancen Konflikte zwischen Naturschutz und landwirtschaftlicher Nutzung
Schutz und Erhaltung Wichtige Strategien können Biodiversität langfristig sichern Umsetzung und Finanzierung von Schutzmaßnahmen oft herausfordernd

Einfluss von Gewässern auf terrestrische Ökosysteme

Gewässer haben einen erheblichen Einfluss auf terrestrische Ökosysteme, indem sie die Lebensbedingungen für viele Arten und die Funktionalität der angrenzenden Landflächen maßgeblich beeinflussen. Diese Wechselwirkungen sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der Biodiversität und der ökologischen Gesundheit.

Ein wesentlicher Aspekt ist die Wasserverfügbarkeit. Gewässer fördern die Feuchtigkeit in den angrenzenden Böden, was das Wachstum von Pflanzen begünstigt und somit die Nahrungsgrundlage für zahlreiche Tierarten schafft. Diese Pflanzen dienen nicht nur als Habitat, sondern auch als Nahrungsquelle.

Darüber hinaus beeinflussen Gewässer die Temperaturregulation in ihren Umgebung. Sie wirken als natürliche Kühl- oder Wärmespeicher, was für viele Lebensformen von Bedeutung ist. Besonders in heißen Sommermonaten können Gewässer in der Nähe von Landökosystemen für ein günstigeres Mikroklima sorgen.

Die Nährstoffdynamik ist ein weiterer wichtiger Faktor. Gewässer transportieren Nährstoffe, die für das Wachstum von Pflanzen entscheidend sind. Diese Nährstoffe können aus dem Wasser in die angrenzenden Böden gelangen und so die Fruchtbarkeit der Landflächen steigern. Gleichzeitig können Überschüsse an Nährstoffen, wie beispielsweise Stickstoff und Phosphor, zu Eutrophierung führen, was negative Auswirkungen auf die Biodiversität hat.

Ein weiterer Einflussbereich sind die ökologischen Wechselwirkungen. Gewässer sind Lebensräume für viele Organismen, die sowohl aquatische als auch terrestrische Lebenszyklen durchlaufen. Dies fördert die genetische Vielfalt und ermöglicht es Arten, sich an sich verändernde Umweltbedingungen anzupassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gewässer nicht nur Lebensräume für aquatische Organismen sind, sondern auch entscheidende Rollen in terrestrischen Ökosystemen spielen. Ihre Einflüsse auf Wasserverfügbarkeit, Temperatur, Nährstoffdynamik und ökologische Wechselwirkungen sind essenziell für das Verständnis der Biodiversität an Übergangsbereichen zwischen Wasser und Land.

Die Rolle von Feuchtgebieten für die Biodiversität

Feuchtgebiete sind entscheidende Lebensräume, die eine Vielzahl von ökologischen Funktionen erfüllen und einen enormen Beitrag zur Biodiversität leisten. Diese Zonen sind nicht nur ein Übergang zwischen aquatischen und terrestrischen Ökosystemen, sondern auch ein einzigartiger Lebensraum für viele spezialisierte Arten.

Ein zentraler Aspekt der Rolle von Feuchtgebieten ist ihre Fähigkeit, als Rückzugsort für bedrohte Arten zu fungieren. Viele Pflanzen und Tiere, wie beispielsweise bestimmte Amphibien und Vögel, sind auf die spezifischen Bedingungen von Feuchtgebieten angewiesen, um zu überleben und sich fortzupflanzen. In diesen Zonen finden sie Nahrung, Unterschlupf und Fortpflanzungsmöglichkeiten.

Darüber hinaus tragen Feuchtgebiete zur Regulierung des Wasserhaushalts bei. Sie speichern überschüssiges Wasser während Regenperioden und geben es während Trockenzeiten langsam wieder ab. Diese Fähigkeit, Wasser zurückzuhalten, hilft, Überschwemmungen zu verhindern und die Wasserversorgung in angrenzenden Gebieten zu stabilisieren.

Feuchtgebiete spielen auch eine entscheidende Rolle in der Nährstoffdynamik. Sie filtern Nährstoffe und Schadstoffe aus dem Wasser, wodurch die Wasserqualität in den angrenzenden Gewässern verbessert wird. Diese Filterfunktion ist entscheidend für die Erhaltung der Biodiversität sowohl in aquatischen als auch in terrestrischen Lebensräumen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die kohlenstoffspeichernde Funktion von Feuchtgebieten. Sie speichern große Mengen Kohlenstoff in Form von organischem Material, was zur Minderung des Klimawandels beiträgt. Dies ist besonders wichtig in Zeiten, in denen die globalen Temperaturen steigen und der Klimawandel sich auf die Biodiversität auswirkt.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Feuchtgebiete nicht nur wichtige Lebensräume für eine Vielzahl von Arten sind, sondern auch wesentliche ökosystemare Dienstleistungen bieten, die für die Aufrechterhaltung der Biodiversität und die Gesundheit des Planeten unerlässlich sind. Der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung dieser Gebiete sind daher von großer Bedeutung.

Bedrohungen für die Biodiversität in Übergangsbereichen

Übergangsbereiche zwischen Wasser und Land sind besonders anfällig für verschiedene Bedrohungen, die sich negativ auf die Biodiversität auswirken können. Diese Bedrohungen sind oft das Ergebnis menschlicher Aktivitäten und klimatischer Veränderungen.

Zu den bedeutendsten Bedrohungen gehören:

  • Habitatverlust: Die Umwandlung von Feuchtgebieten in landwirtschaftliche Flächen oder städtische Gebiete führt zu einem erheblichen Verlust an Lebensraum. Diese Veränderung beeinträchtigt die Artenvielfalt und die ökologischen Funktionen der Gebiete.
  • Verschmutzung: Chemikalien, Nährstoffe und Abfälle, die in Gewässer gelangen, können die Wasserqualität erheblich verschlechtern. Dies hat direkte negative Auswirkungen auf die aquatische und terrestrische Flora und Fauna.
  • Klimawandel: Veränderungen in Temperatur und Niederschlag beeinflussen die hydrologischen Bedingungen in Übergangsbereichen. Dies kann zu einer Verschiebung der Artenzusammensetzung und zu einem Rückgang von empfindlichen Arten führen.
  • Invasive Arten: Die Einführung nicht-heimischer Arten kann bestehende Ökosysteme destabilisieren. Invasive Pflanzen und Tiere konkurrieren oft erfolgreich mit einheimischen Arten um Ressourcen und Lebensraum.
  • Übernutzung: Die intensive Nutzung von Ressourcen, wie Fischerei und Torfstechen, kann die Biodiversität in Feuchtgebieten erheblich verringern. Eine nachhaltige Bewirtschaftung ist daher unerlässlich.

Diese Bedrohungen erfordern gezielte Maßnahmen und Strategien, um die Biodiversität in Übergangsbereichen zu schützen und zu fördern. Der Schutz und die Wiederherstellung von Lebensräumen sind entscheidend, um die ökologischen Funktionen dieser sensiblen Zonen zu bewahren und die Artenvielfalt langfristig zu sichern.

Erhaltungsstrategien für empfindliche Ökosysteme

Um die Biodiversität in Übergangsbereichen zwischen Wasser und Land zu schützen, sind gezielte Erhaltungsstrategien erforderlich. Diese Strategien zielen darauf ab, die ökologischen Funktionen dieser sensiblen Lebensräume zu bewahren und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Bedrohungen zu erhöhen.

Einige bewährte Erhaltungsstrategien umfassen:

  • Renaturierung: Die Wiederherstellung von natürlichen Lebensräumen, die zuvor durch menschliche Aktivitäten beeinträchtigt wurden, ist eine wichtige Maßnahme. Dies kann durch das Anlegen von neuen Feuchtgebieten oder die Wiederherstellung von Ufervegetation geschehen.
  • Schutzgebiete: Die Einrichtung von geschützten Flächen, in denen menschliche Eingriffe minimiert werden, kann helfen, die Biodiversität zu erhalten. Solche Gebiete sollten strategisch ausgewählt werden, um Schlüsselbiotope zu schützen.
  • Nachhaltige Bewirtschaftung: Die Anwendung nachhaltiger Praktiken in Landwirtschaft und Fischerei kann die Belastung der Übergangsbereiche reduzieren. Dies schließt beispielsweise die Reduzierung von Pestiziden und die Förderung von schonenden Erntemethoden ein.
  • Monitoring und Forschung: Regelmäßige Beobachtungen und wissenschaftliche Studien sind entscheidend, um den Zustand der Ökosysteme zu beurteilen und rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Daten zu Artenvielfalt und ökologischen Prozessen sind dafür unerlässlich.
  • Öffentlichkeitsarbeit und Bildung: Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedeutung von Übergangsbereichen und deren Schutz kann zu einem höheren Engagement in der Naturschutzarbeit führen. Bildungsprogramme können auch dazu beitragen, ein Bewusstsein für nachhaltige Nutzung zu schaffen.

Zusammenfassend ist die Kombination aus Schutz, nachhaltiger Nutzung und aktiver Wiederherstellung entscheidend für den Erhalt der Biodiversität in Übergangsbereichen. Diese Strategien tragen dazu bei, die empfindlichen Ökosysteme langfristig zu sichern und ihre wichtigen ökologischen Funktionen zu bewahren.

Beispiele für erfolgreiche Schutzprojekte

In der Schweiz gibt es zahlreiche erfolgreiche Schutzprojekte, die darauf abzielen, die Biodiversität in Übergangsbereichen zwischen Wasser und Land zu fördern und zu erhalten. Diese Initiativen zeigen, wie durch gezielte Maßnahmen der Erhalt von empfindlichen Ökosystemen gelingen kann.

Einige herausragende Beispiele sind:

  • Renaturierung des Flusses Aare: In diesem Projekt wurden regulierte Flussabschnitte wieder in ihren natürlichen Zustand versetzt. Ziel war es, die Flussdynamik zu verbessern und Lebensräume für Fische und Uferbewohner zu schaffen. Die Rückkehr von einheimischen Arten wie der Bachforelle ist ein positiver Indikator für den Erfolg dieser Maßnahme.
  • Schutzgebiet Altenrhein: Dieses Gebiet umfasst wertvolle Feuchtbiotope, die Lebensraum für zahlreiche Vogelarten bieten, darunter auch bedrohte Arten wie den Schwarzhalstaucher. Durch die Schaffung von Schutzzonen und die Förderung von naturnahen Lebensräumen konnte die Artenvielfalt erheblich gesteigert werden.
  • Moorschutzprojekt im Seeland: Hier wurde ein ehemaliges Torfabbaugebiet renaturiert. Durch die Wiederherstellung der Wasserstände konnten sich natürliche Moore entwickeln, die eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren anziehen. Dies hat nicht nur die Biodiversität gefördert, sondern auch zur Kohlenstoffspeicherung beigetragen.
  • Ufervegetation am Zürichsee: In diesem Projekt wurde die Ufervegetation durch Aufforstung und die Ansiedlung einheimischer Pflanzenarten revitalisiert. Dies schützt nicht nur vor Erosion, sondern bietet auch Lebensraum für viele Tierarten, darunter Amphibien und Insekten.

Diese Beispiele verdeutlichen, wie durch gezielte Maßnahmen und den Einsatz von Fachwissen nachhaltige Lösungen für den Schutz der Biodiversität in Übergangsbereichen geschaffen werden können. Solche Projekte sind unerlässlich, um die ökologischen Funktionen dieser sensiblen Zonen zu bewahren und zu stärken.

Biodiversitätsmonitoring in der Schweiz

Das Biodiversitätsmonitoring in der Schweiz spielt eine zentrale Rolle, um den Zustand der Ökosysteme zu bewerten und Veränderungen in der Artenvielfalt zu erfassen. Durch systematische Datensammlungen und Analysen können Rückschlüsse auf die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten und klimatischer Veränderungen auf die Biodiversität gezogen werden.

Einige wichtige Aspekte des Biodiversitätsmonitorings sind:

  • Langzeitstudien: Diese Studien ermöglichen es, Veränderungen über längere Zeiträume zu beobachten und Trends in der Artenvielfalt zu identifizieren. Langzeitdaten sind entscheidend, um die Auswirkungen von Schutzmaßnahmen zu bewerten.
  • Indikatorarten: Die Verwendung von Indikatorarten, die empfindlich auf Umweltveränderungen reagieren, ermöglicht eine schnelle Einschätzung des ökologischen Zustands. Diese Arten geben Aufschluss über die Gesundheit der gesamten Ökosysteme.
  • Einbindung von Bürgerwissenschaft: Viele Monitoring-Projekte involvieren die Öffentlichkeit, indem Bürger Daten zu Pflanzen- und Tierarten sammeln. Dies erhöht die Datenbasis und fördert das Bewusstsein für Biodiversität.
  • Interdisziplinäre Ansätze: Das Monitoring erfolgt oft in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachdisziplinen, um ein umfassendes Bild der ökologischen Situation zu erhalten. Geografische Informationssysteme (GIS) und Fernerkundung sind wichtige Werkzeuge in diesem Prozess.
  • Politische Unterstützung: Die Ergebnisse des Monitorings fließen in politische Entscheidungen und Naturschutzstrategien ein. Diese Daten helfen, Prioritäten für den Schutz und die Wiederherstellung von Lebensräumen zu setzen.

Insgesamt ist das Biodiversitätsmonitoring in der Schweiz ein entscheidendes Instrument, um die Vielfalt der Lebensräume zwischen Wasser und Land zu erfassen, zu analysieren und zu schützen. Durch die kontinuierliche Überwachung können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um den Rückgang der Biodiversität zu stoppen und die ökologischen Funktionen der Übergangsbereiche zu erhalten.

Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Naturschutz

Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Naturschutz ist entscheidend für den Erhalt der Biodiversität in Übergangsbereichen zwischen Wasser und Land. Diese Partnerschaften ermöglichen es, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in praktische Naturschutzmaßnahmen umzusetzen und fördern den Austausch von Wissen und Ressourcen.

Einige wichtige Aspekte dieser Zusammenarbeit sind:

  • Interdisziplinäre Forschung: Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen, wie Biologie, Ökologie und Geographie, arbeiten zusammen, um komplexe ökologische Fragestellungen zu bearbeiten. Diese interdisziplinären Ansätze führen zu umfassenderen Lösungen für den Naturschutz.
  • Datenaustausch: Die Bereitstellung und Analyse von Biodiversitätsdaten sind unerlässlich. Wissenschaftler stellen ihre Forschungsergebnisse Naturschutzorganisationen zur Verfügung, die diese Informationen zur Planung und Umsetzung von Schutzprojekten nutzen können.
  • Entwicklung von Managementstrategien: Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse können effektive Managementstrategien für empfindliche Ökosysteme entwickelt werden. Diese Strategien berücksichtigen sowohl die ökologischen Gegebenheiten als auch die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung.
  • Schulungsprogramme: Wissenschaftler können Naturschützer und Freiwillige schulen, um ein besseres Verständnis für Biodiversität und deren Schutz zu fördern. Solche Programme stärken das Wissen und die Fähigkeiten derjenigen, die direkt im Naturschutz tätig sind.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Gemeinsam können Wissenschaftler und Naturschutzorganisationen Informationskampagnen durchführen, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Biodiversität zu schärfen und die Öffentlichkeit für Naturschutzaktivitäten zu mobilisieren.

Insgesamt zeigt sich, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Naturschutz nicht nur zur Verbesserung des Wissens über Biodiversität beiträgt, sondern auch zur Entwicklung effektiver Schutzmaßnahmen. Diese Kooperation ist essenziell, um die Herausforderungen, vor denen empfindliche Ökosysteme stehen, erfolgreich zu bewältigen und langfristige Erfolge im Naturschutz zu erzielen.

Zukunftsperspektiven für die Biodiversität zwischen Wasser und Land

Die Zukunft der Biodiversität in Übergangsbereichen zwischen Wasser und Land hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die sowohl positive als auch negative Entwicklungen mit sich bringen können. Um die Biodiversität nachhaltig zu sichern, sind innovative Ansätze und langfristige Strategien erforderlich.

Einige zentrale Perspektiven sind:

  • Adaptation an den Klimawandel: Die Anpassung von Schutzstrategien an die sich verändernden klimatischen Bedingungen wird entscheidend sein. Dazu gehört die Förderung von resilienten Lebensräumen, die in der Lage sind, sich an veränderte Wasserstände und Temperaturen anzupassen.
  • Technologiegestützte Überwachung: Der Einsatz moderner Technologien, wie Drohnen und Fernerkundung, ermöglicht eine präzisere Überwachung von Biodiversitätsveränderungen und hilft, frühzeitig auf negative Entwicklungen zu reagieren.
  • Ökosystembasierte Ansätze: Zukünftige Schutzprojekte sollten auf ökosystembasierte Ansätze setzen, die die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Lebensräumen berücksichtigen. Solche Ansätze können Synergien nutzen und die Gesamteffizienz von Naturschutzmaßnahmen erhöhen.
  • Stärkung der Bürgerbeteiligung: Die Einbindung der Öffentlichkeit in Naturschutzprojekte fördert das Bewusstsein und die Verantwortung für die Biodiversität. Bürgerwissenschaftsprojekte, bei denen Laien Daten sammeln und beobachten, können einen wertvollen Beitrag leisten.
  • Internationale Zusammenarbeit: Der Schutz von Biodiversität kennt keine Grenzen. Eine verstärkte Zusammenarbeit auf internationaler Ebene ist notwendig, um überregionale Herausforderungen zu bewältigen und gemeinsame Strategien zu entwickeln.

Insgesamt erfordert die Zukunft der Biodiversität in Übergangsbereichen ein ganzheitliches Verständnis von Ökosystemen sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik, Naturschutzorganisationen und der Öffentlichkeit. Nur durch koordinierte Anstrengungen kann die Vielfalt der Lebensräume zwischen Wasser und Land langfristig gesichert werden.