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title: Die Wildtiere La Gomeras: Eine Entdeckungsreise durch die Natur
canonical: https://arten-radar.de/die-wildtiere-la-gomeras-eine-entdeckungsreise-durch-die-natur/
author: Arten-Radar Redaktion
published: 2026-08-13
updated: 2026-07-28
language: de
category: Arten & Lebensräume
description: La Gomeras vielfältige Lebensräume reichen von feuchten Lorbeerwäldern bis zu trockenen Küsten und bieten zahlreichen, spezialisierten Wildtieren Schutz und Nahrung.
source: Provimedia GmbH
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# Die Wildtiere La Gomeras: Eine Entdeckungsreise durch die Natur

> **Autor:** Arten-Radar Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-08-13 | **Aktualisiert:** 2026-07-28

**Zusammenfassung:** La Gomeras vielfältige Lebensräume reichen von feuchten Lorbeerwäldern bis zu trockenen Küsten und bieten zahlreichen, spezialisierten Wildtieren Schutz und Nahrung.

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## Einzigartige Lebensräume zwischen Küste und Garajonay
Zwischen Atlantikküste und Garajonay liegen auf engem Raum sehr verschiedene Lebensräume. Steile Schluchten, trockene Hänge, feuchte Waldtäler und felsige Küsten schaffen viele kleine Rückzugsorte. Genau diese Nähe der Lebensräume macht La Gomera für [Wildtiere](https://arten-radar.de/die-auswirkungen-von-feuerwerk-auf-wildtiere-was-sie-wissen-sollten/) so besonders.

Für die [Tierwelt](https://arten-radar.de/wildtiere-pyrenaeen-entdecke-die-tierwelt-der-beeindruckenden-berge/) ist vor allem der starke Höhenwechsel wichtig. Auf kurzer Strecke ändern sich Temperatur, Wind, Feuchtigkeit und Nahrung. Ein Vogel kann im Tal nach Früchten suchen, an den Hängen Schutz finden und in höheren Lagen brüten. Auch Insekten, Reptilien und kleine Säugetiere nutzen diese Übergänge.

Die Schluchten wirken dabei wie natürliche Korridore. Sie verbinden das Inselinnere mit dem Meer und bieten Wasserstellen, Schatten sowie geschützte Felswände. In den trockenen Monaten sind solche Orte besonders wertvoll. Wer [Wildtiere](https://arten-radar.de/die-wildtiere-der-dolomiten-abenteuer-und-schutzmassnahmen/) beobachten möchte, sollte deshalb nicht nur nach großen Tieren Ausschau halten. Oft zeigen sich zuerst Spuren, Federn, Fraßstellen oder leise Rufe.

Rund um den Garajonay treffen alte Waldstrukturen auf offene Flächen und Felsbereiche. Diese Mischung erhöht die Zahl der verfügbaren Nischen. In Felsspalten finden Geckos und Eidechsen Schutz. Baumhöhlen dienen Vögeln als Brutplatz. Am Waldboden suchen Wirbellose zwischen Laub und feuchtem Holz nach Nahrung.

Auch die Küste gehört zu diesem Verbund. Felsvorsprünge, kleine Buchten und Brandungszonen bieten Lebensraum für Tiere, die an Salz, Wind und starke Wellen angepasst sind. Unter der Wasseroberfläche setzt sich die Vielfalt fort. Flache Bereiche dienen Jungtieren als Versteck, während tiefere Zonen größeren Meeresbewohnern Nahrung liefern.

Ein aufmerksamer Rundgang zeigt, wie eng die Lebensräume zusammenhängen: Der Wald speichert Feuchtigkeit, die Schluchten leiten Wasser, und die Küste bildet den Übergang zum offenen Atlantik. La Gomera ist deshalb kein Mosaik isolierter Naturflächen, sondern ein zusammenhängendes Netz kleiner Lebensräume.

## Lorbeerwälder und Heidemischwälder im feuchten Inselnorden
Im feuchten Inselnorden bildet der Lorbeerwald ein kühles, schattiges Dach über dem Boden. Erhalten hat sich hier ein Stück der alten makaronesischen Waldwelt, die vor Millionen Jahren weite Teile Südeuropas prägte. Heute zählt dieser Waldtyp zu den wertvollsten Naturerben der Kanaren.

Die häufige Wolkenbildung liefert mehr als nur Nebel. Blätter und Zweige fangen winzige Wassertröpfchen aus der Luft auf. Das Wasser läuft an Ästen und Stämmen hinab, gelangt in den Boden und schafft dort ein ausgeglichenes Kleinklima. Selbst an Tagen ohne kräftigen Regen bleibt der Waldboden oft feucht.

Typische Bestandteile dieser Waldgesellschaft sind unter anderem:

- **Faya**, der Gagelstrauch mit seinen kleinen Früchten

- **Brezo**, die Baumheide mit knorrigem Wuchs

- immergrüne Farne in feuchten, schattigen Bereichen

- Moose und Flechten an Ästen, Felsen und Baumstämmen

Ab etwa 500 Metern Höhe verdichtet sich der Wald. Oberhalb von 1.000 Metern verändert sich sein Erscheinungsbild: Die Lorbeerbäume treten zurück, während Heidemischwälder stärker hervortreten. Baumheiden können dort mehrere Meter hoch werden und bilden mit ihren verzweigten Kronen ein eigentümlich luftiges Dach.

Für Wildtiere ist dieser Aufbau entscheidend. Das Blätterdach schützt vor Wind und starker Sonne. Totholz, Rinde und Falllaub schaffen Verstecke für Käfer, Spinnen und andere Wirbellose. In den feuchten Schichten am Boden entstehen wiederum Nahrungsplätze für kleine Reptilien und Waldvögel. Viele dieser Tiere bleiben unsichtbar. Wer langsam geht und kurz stehen bleibt, entdeckt trotzdem rasch Bewegung im Unterholz.

Besonders empfindlich reagiert der Lorbeerwald auf häufige Störungen. Werden junge Bäume abgefressen, kann sich der Bestand nur langsam erneuern. Auch verdichtete Böden, Feuer und das Ausbreiten fremder Pflanzen verändern die feinen Beziehungen im Wald. Schutz bedeutet daher nicht nur, einzelne seltene Arten zu bewahren. Ebenso wichtig ist es, die gesamte Waldstruktur mit ihren alten Bäumen, jungen Trieben, Moospolstern und abgestorbenen Ästen zu erhalten.

Für Besucher gilt: auf den markierten Wegen bleiben, keine Zweige abbrechen und Tiere nicht aus Verstecken treiben. Gerade im stillen Norden zeigt sich, dass Wildnis nicht laut sein muss.

## Lebensräume, typische Wildtiere und wichtige Beobachtungshinweise

  
    | 
      Lebensraum | 
      Typische Tiere | 
      Besondere Merkmale | 
      Hinweise für Besucher | 
    

  
  
    | 
      Lorbeer- und Heidemischwälder | 
      Kanarenfink, Kanarenspecht, Lorbeertaube, Fledermäuse, Wirbellose | 
      Feuchtes Kleinklima, alte Bäume, Moose und Totholz | 
      Leise bewegen, markierte Wege nutzen und Brutplätze meiden | 
    

    | 
      Trockener Süden | 
      Eidechsen, Vögel, Insekten und kleine Säugetiere | 
      Kanarenpalmen, Wacholder und Dickblattgewächse; starke Trockenheit | 
      Frühe Morgenstunden für Beobachtungen nutzen und Pflanzen nicht beschädigen | 
    

    | 
      Schluchten und Bergregionen | 
      Verwilderte Schafe und Ziegen, Eidechsen, Mäuse und Spitzmäuse | 
      Geschützte Korridore mit Schatten, Wasserstellen und Felswänden | 
      Abstand zu Herden halten, Hunde anleinen und Fraßspuren nicht berühren | 
    

    | 
      Küste und Brandungszone | 
      Eidechsen, Krebse, Schnecken, Seevögel und weitere Wirbellose | 
      Salzwasser, Wind, Gezeitenbecken und felsige Rückzugsorte | 
      Bei Ebbe nur vorsichtig beobachten, Tiere nicht anfassen oder aus dem Wasser heben | 
    

    | 
      Küstennaher Atlantik | 
      Delfine, Wale, Tintenfische, Seehechte, Langusten und Papageifische | 
      Vielfältige Lebensräume von flachen Felszonen bis zu tiefem Wasser | 
      Bei Bootstouren Abstand halten, Tiere nicht verfolgen und keinen Müll ins Meer werfen | 
    

    | 
      Schutzgebiete und Wanderwege | 
      Endemische Vögel, Reptilien, Fledermäuse und zahlreiche Wirbellose | 
      Nationalpark Garajonay, 17 Naturschutzgebiete und wichtige Lebensraumkorridore | 
      Aktuelle Sperrungen beachten, nicht füttern und Abfälle wieder mitnehmen | 
    

  

## Trockener Süden mit Palmen, Wacholder und Dickblattgewächsen
Im trockenen Süden La Gomeras prägen **Kanarenpalmen**, Phönizischer Wacholder und Dickblattgewächse der Gattung *Aeonium* das Landschaftsbild. Zwischen felsigen Hängen und lichten Strauchflächen wirken die Pflanzen oft sparsam verteilt. Das ist kein Zeichen von Armut, sondern eine genaue Anpassung an wenig Niederschlag, intensive Sonne und lange Trockenphasen.

Die Kanarenpalme ist dabei besonders auffällig. Mit rund 120.000 Exemplaren gilt La Gomera als palmenreichste Insel der Kanaren. Ihre gefiederten Blätter bilden in vielen Tälern markante grüne Inseln. Die Früchte dienen Tieren als Nahrung, während die Kronen Vögeln und Insekten Schutz bieten. In besiedelten Gebieten stehen Palmen häufig nahe alter Wege und Terrassen; dort erzählen sie zugleich von der langen Nutzung der Landschaft.

Der Phönizische Wacholder wächst langsamer und wirkt deutlich genügsamer. Seine tief reichenden Wurzeln helfen ihm, trockene Böden zu erschließen. Alte Exemplare entwickeln knorrige Stämme und unregelmäßige Kronen. Solche Bäume sind ökologisch besonders wertvoll: Ihre Rinde, Äste und Höhlungen schaffen kleine Verstecke für Wirbellose, Reptilien und Vögel.

*Aeonium*-Arten speichern Wasser in ihren fleischigen Blättern. Nach seltenen Regenfällen nehmen sie rasch Feuchtigkeit auf und überstehen danach längere dürre Zeiten. Je nach Standort bilden sie flache Rosetten am Boden oder wachsen an steilen Felswänden. Viele Pflanzen zeigen ihre Blüten nur für kurze Zeit; dann verwandeln sich die unscheinbaren Hänge plötzlich in kleine Farbtupfer.

- Palmen liefern Früchte und sichere Sitzplätze für Vögel.

- Wacholder schafft langlebige Strukturen und windgeschützte Nischen.

- *Aeonium* nutzt Felsen und Mauern als trockene, aber geschützte Standorte.

- Karge Sträucher bieten Insekten Nahrung und kleinen Tieren Deckung.

Die offene Vegetation erleichtert zudem die Beobachtung. In den frühen Morgenstunden sind Eidechsen an warmen Steinen aktiv. Später suchen viele Tiere Schatten unter Sträuchern oder in Felsspalten. Nach einem kurzen Regen erscheinen Insekten besonders zahlreich, was wiederum Vögel und andere Insektenjäger anzieht.

Empfindlich bleibt dieses Ökosystem gegenüber Trittschäden, Feuer und zusätzlichem Verbiss. Langsam wachsende Gehölze benötigen Jahre, manchmal Jahrzehnte, um beschädigte Flächen zurückzugewinnen. Wer im Süden unterwegs ist, sollte daher auf befestigten Wegen bleiben und keine Pflanzen aus Felsspalten lösen.

## Küstenpflanzen und Tiere im Einfluss des Atlantiks
An den Küsten La Gomeras treffen salzhaltige Gischt, starker Wind und intensive Sonne aufeinander. Nur robuste Pflanzen halten diese Bedingungen dauerhaft aus. Dazu zählen **Strandflieder**, Wolfsmilchgewächse, Agaven und Feigenkakteen. Ihre Formen sind sehr unterschiedlich, doch alle verringern Wasserverlust oder schützen empfindliche Pflanzenteile vor Salz und Austrocknung.

In Felsspalten und auf schmalen Felsvorsprüngen wächst die Vegetation oft lückenhaft. Genau dort finden kleine Tiere Deckung. Eidechsen nutzen erwärmte Steine als Sonnenplätze und verschwinden bei Gefahr blitzschnell zwischen den Ritzen. Insekten suchen Blüten auf, während Spinnen und andere Wirbellose die geschützten Zwischenräume besiedeln.

Die Brandungszone selbst ist ein dynamischer Lebensraum. Bei Ebbe bleiben flache Felsmulden zurück, in denen sich Meerwasser sammelt. Dort können sich kleine Krebse, Schnecken und andere wirbellose Meerestiere halten. Bei Flut werden diese Becken wieder mit frischem Wasser versorgt. Schon geringe Änderungen von Temperatur, Salzgehalt und Wellengang beeinflussen, welche Arten dort überleben.

Im küstennahen Atlantik leben unter anderem **Tintenfische**, Seehechte, Langusten und Papageifische. Tintenfische sind an felsigen Abschnitten besonders gut getarnt. Langusten halten sich gern in Spalten und Höhlen auf. Papageifische weiden Aufwuchs von Steinen ab und tragen damit zum Stoffkreislauf im flachen Wasser bei.

Weiter vor der Küste wird der Lebensraum offener. Dort ziehen **Delfine und Wale** durch das Meer. Delfine lassen sich gelegentlich sogar während einer Fährfahrt beobachten. Für eine verantwortungsvolle Sichtung gilt: Abstand halten, die Tiere nicht verfolgen und schnelle Kursänderungen vermeiden.

Auch Seevögel profitieren von der Verbindung zwischen Land und Meer. Sie nutzen Felsvorsprünge als Rastplätze und suchen im Wasser nach Beute. Besucher sollten Brutbereiche nicht betreten, keine Tiere füttern und Abfälle vollständig zurück in den Rucksack nehmen. Plastik und Angelschnüre können für Küstentiere tödlich enden.

Bei Ebbe lohnt sich langsames Beobachten, ohne empfindliche Bereiche zu berühren. Der Atlantik formt hier nicht nur die Landschaft, sondern bestimmt den Rhythmus des gesamten Lebens.

## Inseltypische Vögel, Eidechsen und seltene Landtiere
La Gomera ist auch für Vogelbeobachter interessant, weil auf engem Raum mehrere inseltypische Arten vorkommen. Besonders charakteristisch sind **Kanarenfink**, **Kanarenspecht** und **Lorbeertaube**. Ihre Bestände sind jedoch nicht überall groß. Wer sie sehen möchte, braucht Geduld, ein Fernglas und etwas Glück.

Der Kanarenspecht sucht an Stämmen und stärkeren Ästen nach Larven. Sein Trommeln verrät ihn oft früher als sein Gefieder. Der Kanarenfink hält sich gern in Bäumen und Sträuchern auf. Er frisst Samen, Knospen und kleine Wirbellose. Die Lorbeertaube ist enger an dichte Waldstrukturen gebunden. Meist hört man ihren Ruf, bevor sie zwischen den Blättern sichtbar wird.

Für die Beobachtung helfen drei einfache Regeln:

- früh am Morgen unterwegs sein, wenn viele Vögel aktiv sind

- an Aussichtspunkten und Waldrändern ruhig warten

- Brutplätze nicht betreten und keine Rufe nachahmen

Deutlich leichter zu entdecken sind kleine Eidechsen. Sie sitzen auf warmen Steinen, Mauern oder trockenen Böschungen und flüchten bei der kleinsten Erschütterung. Auf La Gomera gibt es keine giftigen Schlangen und keine Skorpione. Trotzdem sollte man nicht in Felsspalten greifen: Auch harmlose Tiere können erschrecken, und scharfkantiges Gestein ist schnell unterschätzt.

Bei den Säugetieren zeigt sich die besondere Geschichte der Insel. Nur wenige Arten gelangten ursprünglich selbstständig auf die Kanaren. Dazu zählen vermutlich Fledermäuse, Mäuse und Spitzmäuse. Andere Tiere kamen durch den Menschen. Katzen, Ratten, Igel und Hunde gehören deshalb ebenso zur heutigen Tierwelt wie verwilderte Nutztiere.

Manche frühere Ansiedlung blieb nicht dauerhaft erfolgreich. Der Rothirsch, der auf La Gomera zeitweise bis zu 1.000 Tiere umfasste, ist dort wieder verschwunden. Auch andere Jagdtiere wurden auf verschiedenen Kanareninseln ausgesetzt. Diese Beispiele zeigen, wie empfindlich Inselökosysteme auf neue Arten reagieren können.

Seltene Landtiere leben oft verborgen. Fledermäuse jagen in der Dämmerung, Spitzmäuse bleiben im Bodenbewuchs und Mäuse werden meist erst durch Fraßspuren bemerkbar. Kleine Pfade, Kot, angenagte Früchte oder Flügelreste erzählen einiges, auch wenn das Tier selbst unsichtbar bleibt.

Die interessantesten Begegnungen entstehen ohne Verfolgung. Abstand, leise Schritte und ein kurzer Aufenthalt an geeigneten Stellen reichen meist aus.

## Delfine, Wale und weitere Meeresbewohner vor La Gomera
Vor La Gomera treffen nährstoffreiche Strömungen, tiefe Meeresbereiche und geschützte Küstenzonen aufeinander. Diese Mischung erklärt, warum sich hier deutlich mehr beobachten lässt als nur einzelne Tiere an der Wasseroberfläche. Je nach Jahreszeit und Wetter ziehen verschiedene Arten durch das Gebiet.

**Delfine** leben häufig in Gruppen. Große Tümmler bleiben oft in Küstennähe, während andere Arten weitere Strecken zurücklegen. Sie nutzen Schall, um sich zu orientieren und Beute aufzuspüren. Typische Zeichen sind plötzlich auftauchende Rückenflossen, gemeinsames Schwimmen oder kurze Sprünge neben dem Boot.

Bei den Walen sind vor allem wandernde Arten und regelmäßig vorkommende Zahnwale von Interesse. Pottwale können in tieferen Gewässern nach Tintenfischen suchen. Auch Grindwale werden im kanarischen Seegebiet beobachtet. Sichtungen lassen sich nie garantieren: Wind, Wellengang und die Entfernung zur Tiergruppe spielen eine große Rolle.

Wer eine Bootstour plant, sollte auf Anbieter mit klaren Regeln zum Tierwohl achten. Sinnvoll sind langsame Annäherungen, ein großer Abstand und kein Einkreisen der Tiere. Boote sollten Gruppen nicht trennen und die Tiere nicht über längere Zeit verfolgen.

- frühe Fahrten bei ruhiger See bieten oft die beste Sicht

- Fernglas und windfeste Kleidung sind hilfreicher als ein starker Zoom

- den Horizont absuchen und auf mehrere Flossen zugleich achten

- keine Abfälle oder Lebensmittel ins Meer werfen

Unter der Oberfläche lebt eine vielseitige Fisch- und Wirbellosenwelt. **Seehechte** halten sich eher in tieferen Bereichen auf. **Papageifische** nutzen felsige Zonen, während **Langusten** Spalten und Höhlen aufsuchen. **Tintenfische** können ihre Hautfarbe und Körperstruktur erstaunlich schnell verändern. Diese Tarnung macht sie für Beobachter zu kleinen Meistern des Verschwindens.

In flachen Bereichen lohnt sich ein Blick auf die Gezeitenbecken. Dort bewegen sich kleine Krebse, Schnecken und andere wirbellose Tiere zwischen Algen und Steinen. Die Tiere sollten nicht angefasst oder aus dem Wasser gehoben werden. Schon kurze Trockenheit kann für sie gefährlich sein.

Das Meer vor La Gomera ist kein Aquarium, sondern ein beweglicher Lebensraum. Strömungen, Schifffahrt, Lärm, Plastik und steigende Wassertemperaturen beeinflussen ihn. Verantwortungsvolle Beobachtung bedeutet deshalb nicht, möglichst viele Arten abzuhaken, sondern einen kurzen Einblick zu erhalten, ohne den Rhythmus der Tiere zu stören.

## Eingeführte Säugetiere und ihre Folgen für die Natur
Die heutige Säugetierwelt La Gomeras ist stark von menschlichen Einfuhren geprägt. Nur wenige Arten konnten die Insel aus eigener Kraft erreichen. Ratten, Katzen, Igel, Hunde, Kaninchen sowie Nutz- und Jagdtiere kamen dagegen durch Handel, Haltung oder gezielte Ansiedlung. Dadurch entstand ein ungewöhnliches Gleichgewicht: Einige Tiere bereichern das Artenspektrum, andere setzen empfindliche Inselarten unter Druck.

Besonders problematisch ist, dass viele eingeführte Säugetiere auf einer kleinen Insel kaum natürliche Gegenspieler haben. Ihre Bestände können daher rasch wachsen. Hinzu kommt, dass sie mehrere Lebensräume nutzen und auch abgelegene Schluchten erreichen. Für seltene Pflanzen und bodenbrütende Vögel wird die Konkurrenz dadurch spürbar.

Die Folgen zeigen sich auf unterschiedliche Weise:

- **Ratten** können Nester plündern und Nahrungsvorräte anderer Tiere nutzen.

- **Verwilderte Katzen** jagen Vögel, Eidechsen und kleine Säugetiere.

- **Hunde** stören Wildtiere besonders in Brut- und Rückzugszeiten.

- **Igel** fressen verschiedene Wirbellose und verändern damit lokale Nahrungsketten.

- **Kaninchen** nagen junge Pflanzen ab und beeinträchtigen empfindliche Bestände.

Bei großen Pflanzenfressern kommt ein weiterer Effekt hinzu: Sie verändern nicht nur die Menge der Vegetation, sondern auch ihre Struktur. Junge Triebe verschwinden, bevor sie zu Bäumen heranwachsen. Offene Stellen nehmen zu, der Boden bleibt länger unbedeckt und Samen finden schlechter geeignete Keimplätze. So kann aus einem einzelnen Tierbestand über Jahre ein Landschaftsproblem werden.

Historische Jagdprojekte verdeutlichen die Risiken besonders klar. Rothirsche wurden auf La Gomera zeitweise in großer Zahl gehalten, verschwanden später jedoch wieder. Auf anderen Inseln führten Ansiedlungen von Damhirschen, Iberischen Hasen, Mufflons oder Mähnenspringern zu Konflikten mit empfindlichen Pflanzen. Die ursprüngliche Absicht – mehr jagdbares Wild zu schaffen – passte nicht zur begrenzten Tragfähigkeit der Inselökosysteme.

Heute setzen Schutzprogramme vor allem auf Bestandskontrolle, Monitoring und den Schutz wichtiger Rückzugsräume. Dabei werden nicht nur Tiere gezählt. Fachleute prüfen auch Verbissspuren, Bruterfolge, die Erholung der Vegetation und Veränderungen an Wegen oder Zäunen. Erst diese Kombination zeigt, ob eine Maßnahme tatsächlich wirkt.

Wildtiere sollten nicht gefüttert werden. Essensreste gehören in geschlossene Behälter, und Haustiere müssen in sensiblen Gebieten unter Kontrolle bleiben. Wer ein scheinbar verlassenes Jungtier entdeckt, sollte es nicht anfassen. Oft warten die Elterntiere nur in der Nähe.

Auf Inseln ist jede neue Art ein Eingriff in ein eng begrenztes System. Was anderswo kaum auffällt, kann auf La Gomera ganze Nahrungsketten und Pflanzenbestände verändern.

## Verwilderte Schafe und Ziegen in den Bergregionen
In den Bergregionen La Gomeras bewegen sich noch verwilderte Schafe und Ziegen durch schwer zugängliches Gelände. Bei Schafen wurden 2021 unter anderem Herden mit etwa 30 Tieren beobachtet: in El Palmar, bei Alojera unterhalb der Tejelecheberge und nahe der Degollada de Perraza. Solche Tiere leben meist scheu und meiden die Nähe des Menschen.

Für die Landschaft ist nicht nur die Zahl der Tiere entscheidend. Auch ihr Verhalten spielt eine Rolle. Schafe bleiben häufig in Gruppen und nutzen wiederholt dieselben Pfade. Ziegen klettern dagegen in steile Hänge und erreichen Pflanzen, die für andere Weidetiere kaum zugänglich sind. Dadurch verteilt sich der Verbiss weit über die Bergflanken.

Betroffen sind vor allem junge Triebe, Kräuter und langsam wachsende Gehölze. Werden Pflanzen regelmäßig abgefressen, fehlen ihnen Blätter und Blüten für die Fortpflanzung. Gleichzeitig bleiben offene Bodenstellen zurück. Bei Starkregen können dort Erde und feines Gestein leichter abgeschwemmt werden. Das Problem entsteht also nicht durch einen einzelnen Fraß, sondern durch wiederholte Belastung.

- Schafe bilden oft gut erkennbare Herden und folgen festen Wechseln.

- Ziegen erreichen Felsvorsprünge und enge Schluchten.

- Jungpflanzen werden besonders leicht geschädigt.

- Offener Boden kann Erosion an steilen Hängen fördern.

Die Tiere haben dennoch einen historischen Bezug zur Insel. Ziegen werden auf den Kanaren seit rund 2.000 Jahren gehalten. Schafe gehörten ebenfalls lange zur ländlichen Nutzung. Wenn Tiere jedoch unbeaufsichtigt in Naturflächen bleiben, verschiebt sich die Wirkung: Aus traditioneller Weidehaltung wird eine dauerhafte Belastung für empfindliche Bergökosysteme.

Programme zur Eindämmung wild lebender Paarhufer zeigen erste Fortschritte. Dabei werden Tiere eingefangen, Bestände kontrolliert und besonders sensible Flächen geschützt. Entscheidend ist eine regelmäßige Kontrolle, denn abgelegene Täler und steile Hänge erschweren verlässliche Zählungen. Eine einzelne Beobachtung sagt wenig über die tatsächliche Größe einer Population aus.

Wanderer sollten Herden mit Abstand passieren und die Tiere nicht füttern. Hunde gehören in diesen Bereichen an die Leine. Wer frische Fraßstellen, Zäune oder ungewöhnlich große Tieransammlungen entdeckt, kann die Beobachtung an die zuständige Park- oder Gemeindeverwaltung weitergeben.

Die Zukunft der Bergvegetation hängt deshalb auch davon ab, ob sich Weidehaltung, Tierwohl und [Artenschutz](https://arten-radar.de/wildtiere-lernen-wie-bildung-den-artenschutz-foerdern-kann/) miteinander vereinbaren lassen. Weniger Verbiss schafft jungen Pflanzen wieder Raum – und genau dieser Raum entscheidet, wie sich die Berglandschaft in den kommenden Jahren entwickelt.

## Kaninchen als Gefahr für Pflanzen und Wiederaufforstungen
Das **Europäische Wildkaninchen** (*Oryctolagus cuniculus*) kam im 15. Jahrhundert auf die Kanaren. Auf La Gomera findet es in offenen Hängen, Kulturland und Randbereichen von Schutzgebieten passende Nahrung. Seine Anpassungsfähigkeit macht die Kontrolle schwierig: Kaninchen sind dämmerungsaktiv, vermehren sich schnell und nutzen auch kleine Deckungsflächen.

Der Schaden beginnt oft unscheinbar. Tiere fressen junge Blätter, Triebe und Knospen, bevor eine Pflanze sichtbar geschwächt wirkt. Bei Wiederaufforstungen können sie frisch gesetzte Gehölze mehrfach zurückbeißen. Besonders kritisch ist die Phase nach dem Austrieb, wenn die Pflanzen noch wenig Wurzelmasse besitzen und Trockenheit schlecht ausgleichen.

Auch natürliche Pflanzenbestände leiden. Kaninchen fressen Kräuter und seltene Arten selektiv oder schaffen durch starken Fraß eine sehr kurze Bodenvegetation. Dadurch fehlen Blüten für Insekten und Samen für die nächste Pflanzengeneration. Auf Flächen mit starkem Fraß verändert sich somit nicht nur die Menge, sondern auch die Zusammensetzung der Vegetation.

- Junge Bäume verlieren Blätter und Seitentriebe.

- Keimlinge werden aus dem Boden gezogen oder vollständig abgefressen.

- Blühende Kräuter können vor der Samenbildung verschwinden.

- Lockere Böden werden durch Baue und Laufwege zusätzlich gestört.

Ein Vergleich im Nationalpark aus dem Jahr 2021 zeigte den Unterschied deutlich: Eingezäunte Flächen enthielten wesentlich mehr krautige Pflanzen als ungeschützte Bereiche. Solche Versuche machen den Fraßdruck sichtbar, der im Gelände sonst leicht übersehen wird.

Schutzmaßnahmen müssen zum Standort passen. Junge Pflanzungen erhalten häufig robuste Einzelgitter oder engmaschige Umzäunungen. Bei größeren Flächen kommen kontrollierte Bejagung und regelmäßige Bestandsaufnahmen hinzu. Wichtig ist eine Erfolgskontrolle: Entscheidend sind nicht allein weniger Kaninchen, sondern auch bessere Keimung, mehr Blüten und das Überleben junger Gehölze.

Die Jagdzeit reicht nach den genannten Regelungen von September bis November. Sie findet donnerstags sowie an Sonn- und Feiertagen statt und kann mit der Jagd auf Tauben und Felsenhühner verbunden sein. Besucher sollten Absperrungen beachten und sich vor einer Wanderung über aktuelle Hinweise der zuständigen Behörden informieren.

Wer Fraßstellen melden möchte, sollte den Ort möglichst genau notieren und die Pflanzen nicht berühren. Ein Foto, die ungefähre Größe der beschädigten Fläche und die Zahl der sichtbaren Baue helfen bei der Einschätzung.

## Garajonay, Bosque del Cedro und GR-132 als Naturziele
Der **Nationalpark Garajonay** ist das wichtigste Ziel für alle, die La Gomeras ursprüngliche Natur zu Fuß erleben möchten. Mehrere Wege führen durch geschützte Waldgebiete, über Aussichtspunkte und zu stillen Rastplätzen. Besonders eindrucksvoll ist der Wechsel zwischen schmalen Pfaden, alten Forstwegen und offenen Bergrücken. Festes Schuhwerk ist dort keine Nebensache: Feuchte Steine können rutschig sein.

Im **Bosque del Cedro** lässt sich die Landschaft besonders intensiv erkunden. Der Wald liegt in einer tief eingeschnittenen Umgebung und wirkt durch seine hohen Bäume, Farne und moosigen Flächen fast verwunschen. Am besten eignet sich der Vormittag für eine Wanderung. Dann ist die Luft oft klarer, und kleine Waldvögel lassen sich an ihren Rufen erkennen. Nach Regen können Wege matschig werden; Wanderer sollten deshalb aktuelle Sperrungen beachten.

Der **GR-132** verbindet zahlreiche Küstenabschnitte und führt durch sehr unterschiedliche Landschaften. Der Fernwanderweg ist kein kurzer Spaziergang, sondern verlangt je nach Etappe Kondition und eine gute Planung. Höhenmeter, Sonne und fehlende Versorgungsmöglichkeiten werden leicht unterschätzt. Wasser, Sonnenschutz, eine Offline-Karte und ein geladenes Mobiltelefon gehören daher in jeden Rucksack.

- Etappen vorab nach Länge, Höhenunterschied und Rücktransport auswählen

- Wetterwechsel in den Bergen einkalkulieren

- nur markierte Wege nutzen

- Abfälle wieder mitnehmen und Rastplätze sauber hinterlassen

- bei Nebel oder starkem Wind rechtzeitig umkehren

Wer Tiere beobachten möchte, sollte an diesen Zielen nicht nur nach auffälligen Arten suchen. Bewegte Blätter, leise Rufe oder Spuren am Wegrand verraten oft mehr als ein schneller Blick. Ein kleines Fernglas ist nützlich, während laute Musik und hektisches Verhalten die Chancen auf eine Begegnung deutlich mindern.

Im Park und entlang des GR-132 gelten Schutzregeln, die je nach Gebiet und aktueller Lage unterschiedlich ausfallen können. Feuer, Zelten und das Verlassen der Wege sind nicht überall erlaubt. Vor dem Start lohnt sich deshalb ein Blick auf die Hinweise der [Parkverwaltung des Nationalparks Garajonay](https://www.gobiernodecanarias.org/parquesnacionales/garajonay/). Dort finden sich auch Informationen zu Wegen, Sperrungen und besonderen Schutzbereichen.

Die drei Naturziele ergänzen einander: Garajonay steht für die Bergwelt, der Bosque del Cedro für ein besonders eindrucksvolles Waldtal und der GR-132 für die Verbindung vieler Landschaftsräume.

## Artenvielfalt in Zahlen und wichtige Schutzgebiete
La Gomera zählt auf kleiner Fläche zu den artenreichsten Inseln Europas. Erfasst sind **4.182 Tierarten**, darunter **1.021 endemische Arten**. **264 Arten** kommen sogar ausschließlich auf La Gomera vor. Diese Zahlen zeigen nicht nur eine hohe Vielfalt, sondern auch die besondere Verantwortung der Insel: Verschwindet ein Lebensraum, kann eine Art weltweit ihren einzigen Rückzugsort verlieren.

Der Schutz ist räumlich breit aufgestellt. Insgesamt gibt es **17 Naturschutzgebiete**. Sie sichern unterschiedliche Lebensräume – von trockenen Hängen bis zu feuchten Bergwäldern und marinen Randzonen. Besonders wichtig ist der Nationalpark Garajonay. Er bewahrt einen großen Teil der historischen Waldlandschaft und schützt zugleich zahlreiche kleinere Arten, die in keiner Besucherbroschüre auffallen.

Für den Erhalt der Artenvielfalt arbeiten mehrere Schutzebenen zusammen:

- **Nationalpark Garajonay:** Schutzgebiet für die wertvollen Bergwälder und ihre empfindlichen Lebensgemeinschaften.

- **UNESCO-Biosphärenreservat:** verbindet Naturschutz mit einer nachhaltigen Nutzung durch die Bevölkerung.

- **Weitere Naturschutzgebiete:** sichern Lebensräume außerhalb des Nationalparks und ergänzen dessen Schutzfunktion.

- **Meeresschutz und Küstenmanagement:** sollen die Übergänge zwischen Land und Atlantik entlasten.

Die Schutzgebiete sind keine vollständig abgeschotteten Inseln. Wanderwege, Siedlungen, Straßen und landwirtschaftliche Flächen grenzen an sie an. Deshalb ist die Verbindung zwischen den Gebieten entscheidend. Schluchten, Waldsäume und wenig gestörte Hänge dienen als Korridore, über die Tiere wandern und Pflanzen sich ausbreiten können.

Besonders wertvoll ist das Monitoring. Fachleute erfassen Vogelbestände, seltene Pflanzen, eingeführte Tiere und Veränderungen der Vegetation. Solche Daten zeigen, ob Schutzmaßnahmen greifen oder ob neue Probleme entstehen. Bei Inselarten zählt dabei jeder Bestand: Eine kleine lokale Abnahme kann weitreichender sein als ein ähnlicher Verlust auf dem Festland.

Besucher tragen direkt zum Schutz bei, wenn sie Wege nicht verlassen, keine Tiere füttern, Pflanzen nicht sammeln und Brutplätze meiden. Die [offiziellen Informationen zum Nationalpark Garajonay](https://www.gobiernodecanarias.org/parquesnacionales/garajonay/) geben Hinweise zu Regeln, Sperrungen und aktuellen Schutzmaßnahmen.

La Gomera bewahrt nicht nur viele Arten, sondern einen ungewöhnlich hohen Anteil einzigartiger Natur. Schutz gelingt deshalb nur, wenn Forschung, Verwaltung, lokale Bevölkerung und Gäste an einem Strang ziehen.

## Fazit: Wildtiere achtsam beobachten und Lebensräume schützen
**Wer La Gomeras Wildtiere erleben möchte, sollte nicht auf möglichst viele Sichtungen zielen, sondern auf möglichst wenig Störung.** Ein stiller Aufenthalt, ausreichend Abstand und ein genauer Blick auf die Umgebung schützen die Tiere besser als jede noch so lange Artenliste. Gerade seltene Inselarten reagieren empfindlich auf Lärm, Verfolgung und das Betreten ihrer Rückzugsorte.

Keine Fütterung, kein Sammeln, kein Zurücklassen von Abfall und keine Veröffentlichung genauer Fundorte seltener Tiere verhindern Gewöhnung, Störungen und zusätzlichen Besucherdruck. Bei Brutplätzen oder verletzten Tieren gilt: beobachten, Abstand halten und die zuständigen Stellen informieren.

- ruhig gehen und Wege nur an erlaubten Stellen verlassen

- Fernglas statt Annäherung verwenden

- Haustiere kontrollieren und sensible Bereiche meiden

- keine Tierlaute nachahmen oder Wildtiere anlocken

- lokale Warnungen, Sperrungen und Schutzregeln beachten

Naturschutz auf einer Insel braucht zudem einen langen Atem. Die Zahl endemischer Arten zeigt, wie einzigartig La Gomera ist, sagt aber allein noch nichts über ihre Zukunft aus. Entscheidend bleiben regelmäßige Bestandskontrollen, der Schutz zusammenhängender Lebensräume und eine schnelle Reaktion auf neue Gefahren. Dazu zählen neben eingeführten Arten auch Brände, Trockenheit, Verkehr und zunehmender Nutzungsdruck.

Besucher können diesen Schutz unterstützen, indem sie lokale Naturführer, offizielle Schutzangebote und verantwortungsvolle Beobachtungstouren wählen. Das Geld bleibt dann eher in der Region und stärkt Menschen, die vom Erhalt der Landschaft leben. Ein guter Naturausflug hinterlässt keine sichtbare Spur – außer vielleicht mehr Verständnis für eine Insel, deren wildes Leben oft im Verborgenen bleibt.

**Das eigentliche Erlebnis besteht daher nicht im Erobern der Natur, sondern im achtsamen Beobachten.** Wer La Gomera mit Ruhe, Respekt und offenen Sinnen erkundet, nimmt mehr mit als ein Foto: ein Gefühl für die Verletzlichkeit dieser einzigartigen Lebensgemeinschaft und den Wunsch, sie auch für kommende Generationen zu bewahren.

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [arten-radar.de](https://arten-radar.de/die-wildtiere-la-gomeras-eine-entdeckungsreise-durch-die-natur/)*
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