Wildtiere Jura: Entdecke die heimlichen Bewohner des Naturparadieses

Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
26.07.2026 6 mal gelesen 0 Kommentare
  • Luchse streifen durch die ausgedehnten Wälder des Jura und tragen als scheue Spitzenprädatoren zur natürlichen Regulierung von Reh- und Gämsenbeständen bei.
  • In den Kalkfelsen und tiefen Schluchten finden Uhu, Wanderfalke und Schwarzstorch wichtige Brutplätze sowie geschützte Rückzugsräume.
  • Feuersalamander, Gelbbauchunke und zahlreiche Fledermausarten profitieren von klaren Bächen, strukturreichen Wäldern und ungestörten Höhlen.

Gerettete Tiere im Sikypark: Ein neues Zuhause im Berner Jura

Im Sikypark in Crémines finden Tiere ein neues Zuhause, die in freier Wildbahn oder in privater Haltung keine sichere Zukunft mehr hätten. Der Tierrettungspark im Berner Jura nimmt exotische und einheimische Tiere auf – darunter verletzte oder verwaiste Tiere, Tiere aus schlechter Haltung sowie vom Veterinäramt beschlagnahmte Tiere. Auch private Halter geben Tiere ab, wenn eine artgerechte Haltung nicht mehr möglich ist. Jede Vorgeschichte prägt den weiteren Weg des Tieres.

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Der Sikypark ist deshalb mehr als ein Ort zur Unterbringung. Er bietet Schutz, Pflege und eine dauerhafte Lebensperspektive. Die Tiere müssen nicht ständig neue Besitzer oder Umgebungen verkraften, sondern erhalten einen festen Platz, an dem ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.

Besonders eindrücklich ist der Umgang mit Tieren aus Zirkus- oder Privathaltung. Manche kennen den engen Kontakt zu Menschen bereits, andere reagieren vorsichtig oder misstrauisch. Das Team begegnet jedem Tier mit Geduld und berücksichtigt seinen individuellen Charakter. So kann aus anfänglicher Unsicherheit langsam Vertrauen entstehen.

Für Besucherinnen und Besucher wird sichtbar, dass Tierrettung nicht mit der Ankunft im Park endet. Ein ruhiger Alltag, passende Beschäftigung und verlässliche Bezugspersonen helfen den Tieren, Stabilität zu gewinnen. Gerade Kinder erleben dabei, dass Verantwortung nicht nur aus Füttern und Streicheln besteht, sondern auch aus Rücksicht und Abstand.

Wer den Sikypark besuchen möchte, findet ihn an der Adresse La Laimène 242, 2746 Crémines. Informationen zu den geretteten Tieren und zum Besuch sind direkt beim Park erhältlich. Die Kontaktaufnahme ist telefonisch unter +41 32 499 90 52 oder per E-Mail an info@sikypark.ch möglich.

Individuelle Betreuung für verletzte und verwaiste Tiere

Verletzte und verwaiste Tiere brauchen mehr als Futter und einen geschützten Platz. Im Sikypark wird die Betreuung auf Zustand, Verhalten und Vorgeschichte jedes einzelnen Tieres abgestimmt. Ein scheues Tier benötigt andere Abläufe als ein zutrauliches Tier mit langer Haltungserfahrung.

Nach der Aufnahme steht zunächst die genaue Beobachtung im Vordergrund: Wie bewegt sich das Tier? Nimmt es Nahrung auf? Reagiert es empfindlich auf Geräusche oder Nähe? Solche Hinweise helfen dem Team, den Tagesablauf passend zu gestalten und unnötige Belastungen zu vermeiden. Medizinische Untersuchungen erfolgen möglichst ruhig und stressarm.

Auch Bewegung und Beschäftigung gehören zur Genesung. Je nach Tier können abwechslungsreiche Aufgaben, geeignete Rückzugsorte oder kontrollierter Auslauf wichtig sein. Dabei zählt kein starres Programm, sondern die individuelle Reaktion. Manche Tiere brauchen Anregung, andere zunächst viel Ruhe.

Verwaiste Jungtiere müssen Sicherheit gewinnen und zugleich lernen, sich möglichst selbstständig zu verhalten. Bei verletzten Tieren wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Kleine Fortschritte – ein sicherer Gang, regelmässige Nahrungsaufnahme oder ein entspannter Umgang mit der Umgebung – zeigen, dass die Betreuung Wirkung hat.

Der enge Kontakt mit den Tierpflegern erleichtert die tägliche Versorgung und kann spätere Behandlungen entspannter machen. Gleichzeitig bleibt genügend Abstand, damit das Tier seine natürlichen Verhaltensweisen bewahren kann. Dieses Gleichgewicht ist anspruchsvoll und entscheidend.

Hinter jeder Begegnung stehen viele einzelne Schritte: beobachten, versorgen, Vertrauen aufbauen, Rückschläge aushalten und den passenden Rhythmus finden. Darin zeigt sich verantwortungsvolle Tierrettung.

Lebensräume und Beobachtungstipps für Wildtiere im Jura

LebensraumMögliche TierartenBeste BeobachtungszeitWichtige Hinweise
Waldränder und HeckenRehe, Füchse, Feldhasen und zahlreiche SingvögelFrüher Morgen und AbenddämmerungLeise verhalten und auf markierten Wegen bleiben
Felsgebiete und bewaldete HängeGreifvögel, Eulen und verschiedene KleinsäugerVormittag bei guter SichtFernglas verwenden und ausreichend Abstand halten
Bäche und FeuchtstellenFrösche, Molche, Libellen und WasservögelFrühling und warme TageUferbereiche nicht betreten und keine Tiere anfassen
Offene Weiden und extensive WiesenRehe, Feldhasen, Insekten und GreifvögelMorgenstunden und späte NachmittageHunde in sensiblen Gebieten anleinen
Seeufer und Feuchtgebiete im Drei-Seen-LandZugvögel, Amphibien und verschiedene WasservögelFrühling und Herbst während des VogelzugsSchutzgebiete und saisonale Sperrungen beachten

Menschlicher Kontakt stärkt Gesundheit und Vertrauen

Im Sikypark ist menschlicher Kontakt kein Selbstzweck. Er soll dazu beitragen, dass Tiere sich sicher fühlen und notwendige Pflege möglichst ruhig annehmen können. Tierpfleger beobachten Körpersprache, Blick, Lautäusserungen und Abstand. So erkennen sie früh, ob Nähe angenehm ist oder eine Pause braucht.

Verlässliche Abläufe geben Orientierung. Eine bekannte Stimme, ruhige Bewegungen und wiederkehrende Pflegeschritte können Unsicherheit mindern. Mit der Zeit lernen manche Tiere, dass Menschen nicht automatisch Gefahr bedeuten. Dieses Vertrauen erleichtert etwa Gewichtskontrollen, Fellpflege oder tierärztliche Untersuchungen.

Ein Tier, das sich sicher fühlt, bewegt sich oft freier, nimmt seine Umgebung besser wahr und beteiligt sich eher an Beschäftigungsangeboten. Das unterstützt die körperliche Gesundheit und kann seelische Anspannung lösen. Bei Tieren mit Erfahrungen aus Zirkus- oder Privathaltung ist diese geduldige Beziehung besonders wertvoll.

Die Grenze zwischen Nähe und Überforderung bleibt wichtig. Nicht jedes Tier möchte berührt werden, und nicht jede Begegnung ist für Besucher geeignet. Das Team entscheidet, welche Kontakte verantwortbar sind. Besucherinnen und Besucher sollten Anweisungen beachten, ruhig bleiben und den Tieren niemals nachlaufen.

Für Kinder kann eine solche Begegnung lehrreich sein. Sie sehen, dass Vertrauen langsam wächst und Respekt wichtiger ist als ein spektakuläres Foto. Ein Tier ist kein Spielzeug, sondern ein fühlendes Lebewesen mit eigenen Signalen und Bedürfnissen.

Seniorenresidenz für Raubkatzen

Die Seniorenresidenz für Raubkatzen im Sikypark bietet älteren Grosskatzen einen geschützten Lebensabend. Viele dieser Tiere haben eine lange und belastende Vergangenheit hinter sich. Im Alter brauchen sie verlässliche Ruhe, geeignete Rückzugsorte und eine Umgebung, die ihre körperlichen Grenzen berücksichtigt.

Bei älteren Raubkatzen verändern sich Beweglichkeit, Ausdauer und Futterbedarf. Gelenke können empfindlicher werden, die Muskulatur nimmt ab und längere Wege fallen schwerer. Eine seniorengerechte Anlage verbindet deshalb sonnige Plätze, schattige Zonen, weiche Liegeflächen und gut erreichbare Futterstellen. So kann das Tier selbst entscheiden, wo es sich aufhalten möchte.

Auch die tägliche Beobachtung erhält in diesem Lebensabschnitt besonderes Gewicht. Kleine Veränderungen können wichtige Hinweise liefern:

  • ein unsicherer Gang oder häufiges Liegen
  • verändertes Trink- und Fressverhalten
  • ungewöhnliche Atemgeräusche
  • Rückzug oder plötzlich erhöhte Reizbarkeit

Solche Signale helfen dem Betreuungsteam, den Tagesablauf anzupassen und bei Bedarf eine tiermedizinische Abklärung einzuleiten. Es geht nicht darum, ein altes Tier zu vermenschlichen, sondern seine natürlichen Verhaltensweisen zu respektieren und vermeidbare Belastungen zu reduzieren.

Ein würdevoller Lebensabend bedeutet bei Raubkatzen nicht völlige Untätigkeit. Geruchsspuren, wechselnde Reize und passende Beschäftigungsangebote können Körper und Sinne anregen. Die Intensität muss zum Alter passen: Ein kurzer, selbst gewählter Erkundungsgang kann für ein Seniorentier wertvoller sein als ein langes Bewegungsprogramm.

Die Residenz macht sichtbar, dass Tierrettung auch dann weitergeht, wenn eine Rückkehr in die freie Wildbahn nicht möglich ist. Für betagte Raubkatzen zählt ein sicherer Alltag mit möglichst viel Selbstbestimmung.

Auffangstation für Papageien

Die Auffangstation für Papageien im Sikypark gibt Vögeln ein dauerhaftes Zuhause, die nicht mehr in ihre ursprüngliche Haltung zurückkehren können. Papageien sind intelligent, sozial und oft sehr langlebig. Eine unüberlegte Einzelhaltung kann daher zu Stress und Verhaltensproblemen führen.

Nach belastenden Erfahrungen entwickeln manche Papageien auffällige Gewohnheiten, etwa übermässiges Schreien, Federbeschädigung oder starke Scheu. Solche Reaktionen sind kein einfaches „schlechtes Benehmen“, sondern können auf Langeweile, fehlende soziale Kontakte, Angst oder eine ungeeignete Umgebung hinweisen.

In der Station erhalten die Vögel Möglichkeiten, ihre natürlichen Fähigkeiten einzusetzen. Klettern, Nagen, Erkunden und die Beschäftigung mit verschiedenen Materialien gehören zum Alltag. Auch die Gestaltung des Lebensraums spielt eine Rolle:

  • stabile Äste in unterschiedlichen Stärken
  • erhöhte Sitzplätze und geschützte Rückzugsbereiche
  • wechselnde Reize für Schnabel und Sinne
  • ausreichend Raum für Flügelschläge und kurze Flugbewegungen
  • passende soziale Kontakte, sofern sich die Tiere vertragen

Die Ernährung muss zur jeweiligen Papageienart passen. Körner allein reichen meist nicht aus. Frisches Gemüse, geeignete Früchte und weitere Bestandteile können den Speiseplan ergänzen. Futtermenge und Zusammensetzung hängen von Art, Alter, Gesundheitszustand und Aktivität ab.

Besucher sollten Papageien aufmerksam, aber mit Abstand beobachten. Laute Rufe, hektische Bewegungen oder das Klopfen an Scheiben können die Vögel erschrecken. Ruhiges Schauen zeigt mehr als ein erzwungener Kontakt. Wer genauer hinsieht, entdeckt vielleicht den Unterschied zwischen Neugier, Anspannung und Entspannung.

Die Station verdeutlicht zugleich, warum Papageien keine spontanen Haustiere sind. Einige Arten werden mehrere Jahrzehnte alt und benötigen täglich geistige Anregung. Eine Auffangstation übernimmt damit auch Verantwortung für Tiere, deren ursprüngliche Haltung ihren Ansprüchen nicht gerecht wurde.

Station Mami für Wildtiere

Die Station Mami für Wildtiere ist ein besonderer Bereich im Sikypark in Crémines. Sie nimmt Wildtiere auf, die verletzt, verwaist oder aus einer schwierigen Haltung gerettet wurden. Für sie bedeutet die Station Schutz, Versorgung und fachkundige Betreuung.

Wildtiere reagieren oft anders als Tiere, die lange mit Menschen gelebt haben. Sie brauchen sichere Rückzugsräume und möglichst wenig unnötige Reize. Das Betreuungsteam achtet auf natürliche Tagesrhythmen, passende Nahrung und eine Umgebung, die der jeweiligen Tierart entgegenkommt. Ein Fuchs benötigt andere Bedingungen als ein Greifvogel oder ein kleines Säugetier.

Bei Jungtieren steht zunächst die Stabilisierung im Vordergrund. Sie müssen ausreichend Nahrung aufnehmen, ihre Körpertemperatur halten und sich sicher entwickeln. Später können artspezifische Fähigkeiten wichtig werden, etwa Klettern, Fliegen, Graben oder die Suche nach Nahrung. Ziel ist nicht blosse Zutraulichkeit, sondern möglichst natürliches Verhalten.

Ob eine spätere Auswilderung möglich ist, muss sorgfältig geprüft werden. Dauerhafte Verletzungen, fehlende Überlebensfähigkeiten oder eine lange Gefangenschaft können dagegensprechen. Eine Rückkehr ist nur sinnvoll, wenn sie für das Tier sicher und fachlich vertretbar ist.

Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in die persönlichen Geschichten der Tiere. Abstand und Ruhe bleiben wichtig: Beobachten ist erlaubt, bedrängen nicht.

Wer ein hilfsbedürftiges Wildtier findet, sollte es nicht eigenmächtig füttern oder mit nach Hause nehmen. Besonders bei Jungtieren ist die vermeintliche Rettung oft gar keine. Besser ist es, eine regionale Wildtierfachstelle, eine Tierarztpraxis oder eine zuständige Rettungsstation zu kontaktieren.

Persönliche Tiergeschichten entdecken

Jedes Tier im Sikypark bringt eine eigene Geschichte mit. Manche wurden nach einer behördlichen Beschlagnahmung aufgenommen, andere kamen aus einer privaten Notsituation. Wieder andere waren verletzt, verwaist oder konnten wegen ihrer Vorgeschichte nicht mehr an ihren früheren Ort zurückkehren. Deshalb wird kein Tier nach einem festen Schema beurteilt.

Bei Führungen und Gesprächen erfahren Besucherinnen und Besucher mehr über die einzelnen Schicksale. Dabei geht es nicht nur um Namen oder Herkunft, sondern auch um die Folgen falscher Haltung, fehlender Pflege oder eines Unfalls. Eine Tiergeschichte macht abstrakte Themen greifbar und bleibt oft länger im Gedächtnis als eine Tafel mit Zahlen.

Besonders eindrücklich sind Geschichten von Tieren, die trotz schwieriger Erfahrungen wieder Sicherheit gewonnen haben. Ein vorsichtiger Blick, ruhiges Verhalten oder die freiwillige Annäherung an eine vertraute Person können kleine, aber wichtige Wendepunkte zeigen. Solche Fortschritte brauchen Zeit, Konsequenz und ein Umfeld, das Rückschritte aushält.

Die spezialisierten Bereiche geben den Geschichten einen passenden Rahmen. In der Seniorenresidenz für Raubkatzen steht der Lebensabend im Mittelpunkt. Die Papageien-Auffangstation zeigt, wie anspruchsvoll die Haltung langlebiger und kluger Vögel sein kann. Die Station Mami erzählt von Wildtieren, die besondere Hilfe benötigen.

Ein gerettetes Tier ist kein Ausstellungsstück. Es bleibt ein Lebewesen mit eigener Vergangenheit, eigenen Grenzen und eigenem Charakter. Diese Perspektive fördert Empathie, ohne die Tiere zu vermenschlichen, und verbindet Verantwortung mit Respekt.

Die persönlichen Geschichten werden vom Sikypark-Team vor Ort vermittelt. Aktuelle Angaben zu Besuchsmöglichkeiten erhalten Interessierte beim Sikypark direkt.

Wildtiere im Solothurner Jura und Angebote von Pro Natura

Im Solothurner Jura ergänzen sich Wildtierbeobachtung und Naturschutz. Wälder, Felsränder, extensive Wiesen und stille Gewässer bieten vielen Arten passende Lebensräume. Wer dort unterwegs ist, entdeckt oft Spuren: Trittsiegel im Schlamm, Nagespuren an Ästen, Federn oder einen kurzen Schatten zwischen den Bäumen.

Pro Natura Solothurn informiert über Naturgebiete, Schutzprojekte und Beobachtungsmöglichkeiten in der Region. Das Pro Natura Zentrum Aletsch liegt zwar ausserhalb des Solothurner Juras, zeigt aber anschaulich, wie Naturvermittlung mit geschützten Lebensräumen verbunden werden kann. Das Pro Natura Zentrum Champ-Pittet befindet sich am Neuenburgersee bei Yverdon-les-Bains und erschliesst ein bedeutendes Seeuferfeuchtgebiet.

Für die Beobachtung im Jura sind ruhige Randbereiche besonders interessant. Waldränder, Hecken und gestufte Übergänge dienen als Deckung und verbinden verschiedene Lebensräume. An Bächen und Feuchtstellen lassen sich mit Geduld Amphibien, Libellen und Wasservögel finden. Auf offenen Weiden zeigen sich eher Greifvögel, Feldhasen oder Rehe – meist früh am Morgen oder in der Abenddämmerung.

Wer Wildtiere nicht stören möchte, hält sich an einige einfache Regeln:

  • auf markierten Wegen bleiben und Schutzgebiete respektieren
  • leise sprechen und Tiere nicht verfolgen
  • Jungtiere niemals anfassen oder aufnehmen
  • Hunde in sensiblen Gebieten anleinen
  • kein Futter auslegen und keine Lockrufe verwenden
  • Beobachtungen mit Fernglas statt mit Annäherung ermöglichen

Ein Besuch bei Pro Natura kann die eigene Tour sinnvoll ergänzen. Naturzentren vermitteln Wissen, erklären ökologische Zusammenhänge und zeigen, weshalb Rückzugsräume wichtig sind. Für aktuelle Öffnungszeiten, Veranstaltungen und regionale Angebote lohnt sich ein Blick auf die offizielle Website von Pro Natura Solothurn.

Der Solothurner Jura zeigt, wie Schutzflächen, Naturbildung und verantwortungsvolles Verhalten zusammenwirken. Wer langsam geht und genau hinschaut, entdeckt seine heimlichen Bewohner oft dort, wo er sie zunächst nicht erwartet.

Wildtierbeobachtung im Jura und Drei-Seen-Land

Das Jura- und Drei-Seen-Land lässt sich über Spuren, Geräusche und kurze Bewegungen erkunden. Zwischen Weiden, Schluchten, Kalkfelsen, Mooren und Seeufern leben Rehe, Füchse, Dachse, Feldhasen sowie zahlreiche Vogel- und Amphibienarten. Wer Tiere sehen möchte, braucht vor allem Zeit und einen passenden Beobachtungsort.

Im Solothurner Jura wechseln sich bewaldete Höhen mit offenen Kulturlandschaften ab. Waldränder und Hecken bieten Deckung, während magere Wiesen Insekten und Kleinsäuger anziehen. In Felsgebieten können Greifvögel kreisen. An Bächen und feuchten Stellen lohnt sich der Blick auf Libellen, Frösche und Molche. Viele Tiere bleiben unsichtbar; ihre Spuren verraten trotzdem, wer unterwegs war.

  • Früher Morgen: Rehe, Hasen und Füchse sind dann oft noch aktiv.
  • Dämmerung: Dachse und andere nachtaktive Arten werden wahrscheinlicher.
  • Warme Frühlingstage: Amphibien wandern zu Laichgewässern.
  • Ruhige Fels- und Waldhänge: Hier lassen sich Vögel mit einem Fernglas beobachten.
  • Seeufer und Feuchtgebiete: Wasser- und Zugvögel nutzen diese Bereiche als Rastplatz.

Das Jura & Drei-Seen-Land umfasst mehrere Erlebnisregionen, darunter den Kanton Jura, den Grand Chasseral, Biel Seeland, das Neuenburgerland sowie die Gegend um Murtensee und Estavayer-le-Lac. Auch der Nord vaudois und Städte wie Biel/Bienne, Neuenburg, La Chaux-de-Fonds und Delémont eignen sich als Ausgangspunkte für naturkundliche Ausflüge.

Für eine gute Beobachtung genügt meist eine kleine Ausrüstung: Fernglas, wetterfeste Kleidung, Notizbuch und eine Taschenlampe mit gedämpftem Licht. Teleobjektive sollten nur eingesetzt werden, wenn ausreichend Abstand bleibt. Rufe, Futter und künstliche Lockmittel verfälschen das Verhalten und stören empfindliche Arten.

Pro Natura Solothurn bietet regionale Informationen zu Naturräumen und Schutzgebieten. Ergänzend vermitteln das Pro Natura Zentrum Aletsch und das Pro Natura Zentrum Champ-Pittet den Wert geschützter Lebensräume, auch wenn beide Zentren ausserhalb des Solothurner Juras liegen. Vor einer Tour empfiehlt sich die Prüfung aktueller Hinweise, Wegsperrungen und Schutzbestimmungen.

Der wichtigste Grundsatz lautet: beobachten, ohne einzugreifen. Wege bleiben frei, Hunde gehören in sensiblen Bereichen an die Leine, und Jungtiere werden nicht berührt. So behält der Jura seinen Charakter als Rückzugsraum.

So unterstützt du den Sikypark

Der Sikypark lässt sich auf mehreren Wegen unterstützen. Eine Spende hilft, die tägliche Versorgung, Pflege und medizinische Betreuung der geretteten Tiere langfristig zu sichern. Möglich sind Zahlungen per Kreditkarte, PostFinance, TWINT oder PayPal.

Auch eine klassische Banküberweisung ist möglich:

  • Empfänger: Raiffeisenbank Wasseramt – Buchsi
  • IBAN: CH27 8080 8007 1439 0305 1
  • SWIFT: RAIFCH22938

Wer regelmässig Verantwortung übernehmen möchte, kann eine Tierpatenschaft wählen. Damit lässt sich die Verbindung zu einem bestimmten Tier oder zu einem besonderen Rettungsbereich stärken. Eine Patenschaft ist zudem eine persönliche Geschenkidee für Menschen, die sich für Tierwohl und Natur interessieren.

Für Fragen zu Patenschaften, Spendenwegen oder dem konkreten Verwendungszweck hilft das Team direkt weiter:

  • Adresse: Sikypark, La Laimène 242, CH-2746 Crémines
  • Telefon: +41 32 499 90 52
  • E-Mail:info@sikypark.ch

Eine Unterstützung muss nicht immer finanziell sein. Ein Besuch, das Weiterempfehlen des Parks oder das Teilen verlässlicher Informationen kann ebenfalls Aufmerksamkeit schaffen. Wichtig bleibt, Tiere nicht ungefragt zu füttern, nicht an Gehegen zu klopfen und Hinweise des Teams zu respektieren.

Vor einer Zahlung sollten die aktuellen Bank- und Kontaktangaben auf der offiziellen Website des Sikyparks geprüft werden. So kommt die Unterstützung zuverlässig an der richtigen Stelle an.

Fazit: Tierwohl schützen und den Sikypark unterstützen

Der Schutz von Wildtieren beginnt mit einem verantwortungsvollen Blick auf ihre Herkunft, ihre Grenzen und ihre Zukunft. Der Sikypark in Crémines zeigt, was möglich wird, wenn gerettete Tiere dauerhaft einen sicheren Ort erhalten und Menschen ihre Verantwortung ernst nehmen.

Ein Besuch unterstützt nicht nur die Arbeit des Tierrettungsparks. Er vermittelt auch, weshalb artgerechte Haltung, fachkundige Pflege und Geduld zusammengehören. Gerade Kinder können Empathie und Verantwortungsbewusstsein entwickeln – nicht durch möglichst engen Kontakt, sondern durch aufmerksames Beobachten und respektvolles Verhalten.

Für die Zukunft des Sikyparks zählt jede verlässliche Hilfe. Unterstützen lässt sich der Park durch:

  • Spenden per Kreditkarte, PostFinance, TWINT oder PayPal
  • eine Banküberweisung an die Raiffeisenbank Wasseramt – Buchsi
  • eine Tierpatenschaft
  • einen Besuch oder das Weiterempfehlen der Tierrettungsarbeit

Auch im Alltag kann jeder Mensch etwas beitragen: Wildtiere nicht füttern, Jungtiere nicht vorschnell aufnehmen, Hunde in sensiblen Bereichen anleinen und Schutzgebiete respektieren. Wird ein verletztes oder hilfloses Tier gefunden, ist fachkundige Beratung sinnvoller als ein spontaner Rettungsversuch.

Der Sikypark ist unter +41 32 499 90 52 und info@sikypark.ch erreichbar. So lassen sich Fragen zu Besuch, Patenschaften und Unterstützung direkt klären.


Häufige Fragen zu Wildtieren im Jura

Welche Wildtiere leben im Jura?

Im Jura leben unter anderem Rehe, Füchse, Dachse, Feldhasen, Greifvögel, Eulen, zahlreiche Singvögel sowie Amphibien und Insekten. Die vorkommenden Arten hängen vom jeweiligen Lebensraum ab.

Wo lassen sich Wildtiere im Jura beobachten?

Gute Beobachtungsmöglichkeiten bieten Waldränder, Hecken, offene Weiden, extensive Wiesen, Felsgebiete, bewaldete Hänge sowie Bäche und Feuchtstellen. Seeufer und Feuchtgebiete im Drei-Seen-Land sind besonders für Wasser- und Zugvögel interessant.

Wann ist die beste Zeit für Wildtierbeobachtungen?

Früher Morgen und Abenddämmerung eignen sich besonders für die Beobachtung von Rehen, Füchsen und Feldhasen. Amphibien sind vor allem an warmen Frühlingstagen aktiv, während sich Zugvögel an Seeufern und Feuchtgebieten im Frühling und Herbst beobachten lassen.

Wie verhalte ich mich bei der Beobachtung von Wildtieren richtig?

Bleibe auf markierten Wegen, verhalte dich ruhig und halte ausreichend Abstand. Wildtiere sollten weder verfolgt, gefüttert noch angefasst werden. Hunde gehören in sensiblen Gebieten an die Leine, und Schutzgebiete sowie saisonale Sperrungen sind zu respektieren.

Was soll ich tun, wenn ich ein verletztes Wildtier finde?

Verletzte oder vermeintlich verwaiste Wildtiere sollten nicht eigenmächtig gefüttert oder mit nach Hause genommen werden. Wende dich stattdessen an eine regionale Wildtierfachstelle, eine Tierarztpraxis oder eine zuständige Rettungsstation und befolge deren Anweisungen.

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Zusammenfassung des Artikels

Der Sikypark im Berner Jura bietet geretteten, verletzten und verwaisten Tieren Schutz, individuelle Pflege und eine dauerhafte Lebensperspektive. Besucher lernen, Verantwortung und respektvolle Beobachtung zu verbinden.

Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Plane deine Wildtierbeobachtung im Jura für den frühen Morgen oder die Abenddämmerung – dann sind Rehe, Füchse, Feldhasen und viele andere Tiere besonders aktiv.
  2. Nutze Waldränder, Hecken, Feuchtstellen und Seeufer als Beobachtungsorte. Ein Fernglas hilft dir, Wildtiere aus sicherer Entfernung zu entdecken, ohne sie zu stören.
  3. Bleibe auf markierten Wegen, halte Hunde in sensiblen Gebieten an der Leine und respektiere Schutzgebiete sowie saisonale Sperrungen. So bleiben wichtige Rückzugsräume erhalten.
  4. Verhalte dich ruhig und greife niemals in das Leben der Tiere ein: Jungtiere sollten nicht angefasst, Wildtiere nicht gefüttert und Tiere nicht mit Lockrufen angelockt werden.
  5. Verbinde deine Naturbeobachtung mit einem Besuch im Sikypark in Crémines. Dort erfährst du anhand geretteter Tiere mehr über Tierwohl, artgerechte Betreuung und die Verantwortung des Menschen gegenüber Wildtieren.

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